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Motorisch-funktionelle Übungen in der Ergotherapie

 

Was sind motorisch-funktionelle Übungen und Behandlungsmaßnahmen?

Die motorisch-funktionelle Behandlung beinhaltet einerseits die Minderung und den Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster, andererseits den Aufbau und den Erhalt physiologischer Funktionen und Bewegungsabläufe.

Der Einsatz motorisch-funktioneller Übungen in der ergotherapeutischen Behandlung ist eine gezielte Therapiemaßnahme bei krankheitsbedingten Störungen der motorischen und der daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen.

Motorisch-funktionelle Übungen sind gezielte Bewegungsübungen mit speziell ausgesuchten und entwickelten oder angepassten Übungsmaterialien, Übungsgeräten und therapeutischen Spielen oder handwerklichen, kreativen Techniken.

Indikationen der motorisch-funktionellen Übungen

1) Funktionsstörungen:

  • aktive und passive Bewegungsstörungen
  • Störungen der Grob- und Feinmotorik
  • Schmerz
  • Störungen der Haltung
  • Muskelinsuffizienz, -verkürzungen
  • Kontrakturen/Narbenzüge
  • Sensibilitätsstörungen

2) Fähigkeitsstörungen:

  • bei der Selbstversorgung
  • bei der Alltagsbewältigung
  • in der Beweglichkeit
  • in der Geschicklichkeit

Wirkungen der motorisch-funktionellen Übungen

  • Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster
  • Aufbau physiologischer Muskelfunktionen und Muskelkoordination
  • Verbesserung der Grob- und Feinmotorik
  • Vorbeugung gegen Fehlstellung/Fehlhaltung, Kontrakturprophylaxe
  • Desensibilisierung, Sensibilisierung einzelner Sinnesfunktionen
  • Narbenabhärtung
  • Schmerzlinderung

 

 

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